Zeittafel

1157 Mönch Magnus kommt in das Zellertal und gründet dort die erste Kapelle.
Anfang 13 Jarhundert sucht Markgraf Heinrich von Mähren mit seiner Gemahlin in Mariazell Gesundung von schwerer Krankheit und lässt anstelle der hölzernen Kapelle eine solche aus Stein errichten.
1344 wird der Ort zum Markt erhoben.
1340-1380 werden Umbauten im gotischen Stil vorgenommen.
1420 kommen die Türken das erste Mal nach Mariazell, wobei es zu einem Brand des Ortes und der Kirche kommt.
1474 verwüstet ein weiterer Brand den Ort.
1532 kommen die Türken abermals nach Mariazell und stecken mehrere Häuser in Brand. Die Kirche blieb diesmal verschont.
1644 wird die Barockisierung der Kirche durch Abt Benedikt Pierin eingeleitet und mit den Arbeiten Baumeister Sciassia beauftragt. Nach seinem Tode werden die Bauarbeiten von verschiedenen Baumeistern fortgesetzt und 1780 abgeschlossen.
1679 besucht Kaiser Leopold der I. die Mariazeller Gnadenmutter und schleppt in seinem Gefolge durch einen Kammerdiener die Pest in Mariazell ein. Angst und Schrecken erfassen den Ort. 156 Personen fallen der Seuche zum Opfer
1683 werden aus Furcht vor neuerlichen Türkeneinfällen die Gnadenstatue sowie das Schatzkammerbild nach St. Lambrecht gebracht, von wo diese im selben Jahr wieder zurückgekommen ist
1736 besucht die jungvermählte Kaiserin Maria Theresia mit ihrem Gemahl, Erzherzog Franz von Lothringen, Mariazell.
1742 erteilt die Kaiserin dem Abt Eugen Inzaghi die Privilegien zum Erzabbau in Gollrad und Aschbach und für den Bau und Betrieb eines Mariazeller Eisengußwerkes.
1786 hebt Kaiser Joseph II. im Rahmen seiner Klosteraufhebungen auch das Stift St. Lambrecht auf, wodurch auch Mariazell betroffen wird. Die Wallfahrten werden erschwert und später gänzlich untersagt.
1798 verwüstet neuerlich ein Großbrand den Ort, wobei vornehmlich die Wiener Straße betroffen war.
1800 werden die Hinter- und Grazergasse durch ein Feuer vernichtet.
1805 kommt es zum ersten Franzoseneinfall und zu Kampfhandlungen im Raum Mariazell.
1809 wird vor den französischen Truppen der Kirchenschatz nach Temesvar in Ungarn in Sicherheit gebracht. Wenige Wochen später rücken die Franzosen in Mariazell ein. Kampfhandlungen, Requirierung und Missernten führten in diesen Jahren zur Ausblutung der Bevölkerung.
1816 wird zu einem regelrechten Hungerjahr. Erzherzog Johann ließ die Kartoffel einführen und Armenäcker in der Gegend zur Bekämpfung des Hungers anlegen.
1818 kauft Erzherzog Johann den Brandhof.
1827 kommt es in der Allerseelennacht zum größten Brand, der fast den gesamten Ort einäscherte und bei dem die Kirche schwere Brandschäden erlitt.
1828-1832 konnte der Ort unter großen Mühen und Opfern wieder aufgebaut werden.
1837 besucht Kaiser Ferdinand I. Mariazell.
1849 In der Zeit der Regentschaft von Kaiser Franz Joseph I. wird in Mariazell der erste Gendarmerieposten installiert.
1850 wird der erste Bürgermeister gewählt.
1856 auf der Mariazeller Bürgeralpe ein hölzerner Aussichtsturm errichtet.
1857 kommt der damals junge Kaiser Franz Joseph I. mit seiner Gemahlin Elisabeth erstmals nach Mariazell und nimmt an den Feierlichkeiten zum 700-jährigen Jubiläum teil.
1874 die Feuerwehr gegründet.
1892 wird im stillgelegten Bohrwerk des Eisenwerkes ein E-Werk eingebaut und in den folgenden Jahren Mariazell erstmals mit elektrischem Strom versorgt.
1896 erfolgt der Bau der ersten allgemeinen Wasserleitung.errichtet der Industrielle Arthur Krupp in der Walstern eine Jagdvilla.
1898 wird das Mariazeller Eisengußwerk stillgelegt.
1905-1907 wird an der Fortführung der Mariazellerbahn von Kirchberg nach Mariazell gebaut und diese 1907 eröffnet.
1906 legt die Gattin von Arthur Krupp anlässlich ihrer Silberhochzeit als Geschenk den Stausee “Hubertussee” an.
1907 + 1908 werden die 750-Jahrfeier und die Krönung der Gnadenmutter gefeiert. Die Kirche wird zur Basilika Minor erhoben
1908 bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges führt Matthias Zdarsky die ersten Schikurse in Mariazell durch.
1910 kommt zum dritten- und letzten Mal Kaiser Franz Joseph I. nach Mariazell, wobei er die neue Mariazellerbahn besichtigt und einer Einladung von Krupp in seine Jagdvilla folgt.
1911 wird die Mariazellerbahn elektrifiziert und im selben Jahr kommt Erzherzog Karl, der spätere, letzte Kaiser, kurz nach seiner Hochzeit mit Gattin Erzherzogin Zita nach Mariazell.
1924 werden die ersten Festspiele im neu erbauten Festspielhaus eröffnet.
1925 erleben die Festspiele ihren Höhepunkt. In den folgenden Jahren kommt es zum finanziellen Niedergang und zum Ende der Spiele.
1928 wird als eine der ersten Seilbahnen eine Gondelbahn auf die Bürgeralpe gebaut. Im gleichen Jahr wird die allgemeine Wasserleitung um die “Student-Quelle” erweitert.
1945 ziehen die Russen in Mariazell ein und nehmen mit 5.000 Mann Quartier.
1948 wird Mariazell zur Stadt erhoben.
1955 wird auf Anregung der ungarisch-deutschen Wallfahrer ein neuer Kalvarienberg gebaut.
1957 feiert Mariazell das 800-jährige Jubiläum. Generelle Kirchensanierung 1955-1957. In diesen Jahren werden die Ortsumfahrung und ein neues Postamt gebaut.
1966 lösen die Patres des Stiftes Kremsmünster die Patres des Schottenstiftes – welche seit 1949 die kirchliche Leitung Mariazells inne hatten – ab. In den Folgejahren werden umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Kirche und am Pfarrhof sowie den umliegenden Kapellen vorgenommen und der neue Rosenkranzweg gebaut.
1976 erhält Mariazell ein Hallenbad und einige Jahre darauf einen Hauptschulerweiterungsbau.
1983 besuchte Papst Johannes Paul II. Mariazell. Der Papstaltar wurde am Hauptplatz aufgebaut. Im Zuge dieses Großereignisses wurden in der gesamten Stadt umfassende Fassadenrenovierungen vorgenommen, der Hauptplatz neu gestaltet und Parkplätze geschaffen.
1990 Dank- und Freiheitswallfahrt der ehemaligen Ostblockländer mit 25.000 Teilnehmern.
1991 werden die leiblichen Überreste von Kardinal Joseph Mindszenty nach Ungarn überstellt.
1992 erfolgte die Übergabe der Wallfahrtsseelsorge von den Benediktinern aus Kremsmünster in die Obhut des Gründerstiftes und Mutterklosters St. Lambrecht.
1993 Hochzeit des Kaiserenkels Karl Habsburg-Lothringen mit Francesca Thyssen-Bornemisza.
1996 findet die steirische Landesausstellung mit dem Titel “Schatz und Schicksal” in Mariazell statt.
2004 Mitteleuropäischer Katholikentag – Wallfahrt der Völker nach Mariazell mit über 100.000 Besuchern
2007 feiert Mariazell des 850-jährige JubiläumHöhepunkt war der Pilgerbesuch des Heiligen Vaters Papst Benedikt XVI am 08. September 2007
2015 Gemeindestrukturreform in der Steiermark - Fusion der Gemeinden Gußwerk, Halltal, Mariazell und St. Sebastian zur neuen Stadtgemeinde Mariazell.